Alkohol und Tabakkonsum bei Auszubildenden

Alkohol und Tabakkonsum bei Auszubildenden

Die Pflege von Menschen mit Suchterkrankungen ist in der stationären Versorgung keine Seltenheit. Verwundern dürfte dagegen die Tatsache, dass auch Auszubildende im Gesundheitswesen von Süchten betroffen sind. Es gibt unterschiedliche Arten von Abhängigkeiten, wobei der Konsum von Tabak und Alkohol die mit Abstand höchsten Anteile einnimmt. In Deutschland sterben jährlich rund 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums oder des kombinierten Konsums von Alkohol und Tabak. Der Konsum von allen Suchtmitteln – Rauchen, Alkohol oder Drogen – ist schon in geringen Maßen gesundheitsschädlich und obwohl die Risiken fast jedem Menschen bekannt sind, ist die Zahl der Konsumenten immer noch sehr hoch.

Besonders der jährliche Konsum von alkoholischen Getränken liegt derzeit bei 131,1 Litern pro Kopf/Jahr bei jungen Menschen zwischen 18 und 23 Jahren. Alkohol ist eine Substanz, die einen großen Einfluss bei jungen Menschen hat. Zusätzlich ist das Rauchen bei Auszubildenden immer noch auf einem stabilen hohen Niveau. (1)
Ein Grund für den auffällig hohen Alkohol- und Nikotinkonsum können die Belastungen der Ausbildung sein und damit einhergehende Copingstrategien. Es ist daher Aufgabe der Praxisanleiter, Auszubildende durch Beratung und gemeinsame Problemlösestrategien bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Zusätzlich haben sie durch einen engen Kontakt mit den Auszubildenden die Möglichkeit, Süchte frühzeitig zu erkennen.

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